Integration

Aus Fremden werden Freunde

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Aus Fremden
werden Freunde



Kümmerer*in:

Emmy Steffan

Kontakt:

✆ Telefon: 06301 30135

✉ E-Mail: integration.ich-bin-dabei@vgo-o.de


Info/Beschreibung:

Unterstützung ausländischer Mitbürger in der Verbandsgemeinde, am neuen Wohnort, Kindergarten, Schule, Verein, Nachbarn sowie mit Deutschkursen, regelmäßigen Treffen und Familienpatenschaften.

„Es gibt nichts Gutes – außer man tut es!“
(Erich Kästner)

Unsere Ehrenamtsgruppe „Integration – Fremde werden Freunde“ besteht seit Anfang 2015 und hat sich im Laufe der Jahre zu einer stabilen, gut miteinander vernetzten Gruppe entwickelt. Was machen wir? Wir kümmern uns um Menschen, die Asyl beantragt haben und hier in unserer Verbandsgemeinde auf eine Entscheidung über ein Bleiberecht warten. Kurz gesagt: Wir hören zu, haben Zeit, geben Tipps und helfen weiter. Ganz konkret bedeutet das: Wir helfen bei der Ankunft am neuen Wohnort. Es gibt viele Fragen zu beantworten. Wo kann man einkaufen? Wo ein Bankkonto eröffnen? Wo ist die zuständige Schule? Der Kindergarten? Wo ist der nächste Arzt? Eine Apotheke? Wie fährt man mit Bus und Bahn? Wie funktioniert der Automat zum Kaufen von Bahntickets? Wie kommt man zur Kreisverwaltung nach Kaiserslautern? Wo kann man Passfotos machen lassen? Und wenn all diese Wo- und Wie-Fragen beantwortet sind, geht es an die Wer-Fragen. Wer kann hier helfen? Wer hat Zeit, jemanden zum Arzt zu begleiten. Wer kennt einen Übersetzer für Farsi? Wer kann den Bescheid von der Verbandsgemeinde erklären? Wer hilft beim Ausfüllen von Anträgen und Formularen? Wer kann die Kinder in der Schule anmelden und bei der ersten Fahrt begleiten? Wer kann Schulkindern bei den Hausaufgaben helfen? Wer klärt, in welchem Deutschkurs noch freie Plätze sind? Wer hilft direkt vor Ort beim Deutschlernen? Usw., usw., ….. Sobald dann jemand als Flüchtling anerkannt wird und somit einen Aufenthaltsstatus bekommt, beginnen andere, meist schwerwiegendere Probleme. Jetzt wird der Betroffene aufgefordert, sich auf dem privaten Wohnungsmarkt innerhalb von 6 Monaten eine eigene Wohnung zu suchen. Wer telefoniert mit Vermietern und vereinbart Termine für Wohnungsbesichtigungen? Wer organisiert einen Umzug? Außerdem wechselt die rechtliche Zuständigkeit von der Verbandsgemeinde zum Jobcenter Landkreis Kaiserslautern. Das bedeutet, dass neue Anträge für Sozialleistungen nach SGB II gestellt werden müssen. Wie das geht, haben wir inzwischen auch gelernt, da kein Ausländer dazu in der Lage ist, einen solchen Antrag alleine auszufüllen. Der Ausländer muss jetzt eine Krankenkasse wählen. Neue Fragen: Was ist eine Krankenkasse? Welche gibt es? Was ist der Unterschied zwischen den Krankenkassen? Welche haben in Kaiserslautern ein Büro? Wer kann mich dorthin begleiten? Als nächstes kommt dann die Suche nach Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplatz und die dazu nötige Hilfe beim Erstellen von Lebenslauf und Bewerbungsschreiben. Zeugnisse aus den Heimatländern müssen übersetzt und an zuständige Stellen zur Anerkennung geschickt werden. Viele, viele offene Fragen…. In den neun Jahren seit Anfang 2015 hat sich die Arbeit für und mit den geflüchteten Menschen komplett verändert, eine andere Qualität erreicht, so sind wir verlässliche Wegbegleiter im schwierigen Integrationsprozess geworden. Bei all unseren vielfältigen Aktivitäten und regelmäßigen Zusammentreffen sind viele Freundschaften gewachsen, sowohl zwischen den Helfern untereinander, als auch zwischen Helfern und Geflüchteten. Aus der intensiven Kenntnis der Menschen und der Situation, in der sie leben, ergibt sich oft auch Mitgefühl, ja Trauer, wenn einem Antrag auf Bleiberecht nicht stattgegeben wurde, obwohl die Betreffenden aus Sicht der Ehrenamtlichen es sich verdient hätten. Für uns als Gruppe steht jedenfalls fest: Wir werden unsere ausländischen Nachbarn auch weiterhin unterstützen, jeder auf seine Art. Wir hören zu, haben Zeit, geben Tipps und helfen weiter.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!